Erstellung einer umfangreichen
Einkommensteuererklärung
BSAM-Unterrichtsprojekt
Klasse: Steuer 12
Dauer: ca. 20 Wochen
Partner: DATEV eG, Nürnberg
Lehrkraft: Reinhold Schneeberger, StD
reinhold.schneeberger@bszam.de
Tel. ++49 9622 71256

Projektbeschreibung
1. Rahmenbedingungen der DATEV eG
Aus dem Schuljahr 1999/2000
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Sehr geehrter Herr Schneeberger,
die technischen Voraussetzungen für die elektronische Übermittlung von
Einkommensteuerdaten an das Testfinanzamt Herrsching sind geschaffen, es kann also
losgehen mit dem Pilotversuch! Wir freuen uns, dass Sie sich bereit erklärt haben, mit
Ihren Schülern an diesem für Schulen neuen Angebot teilzunehmen. Bitte erproben Sie
dieses neue Verfahren mit mind. drei, max. fünf Mustermandanten.
Zur Vorgehensweise: damit das Verfahren möglichst authentisch wird, bitten wir Sie, für
die ESt-Musterfälle jeweils eine Gewerbeanmeldung sowie den Fragebogen des Finanzamtes
auszufüllen. Natürlich können Sie die Formulare für diesen Pilotversuch auch
duplizieren und nur den Namen des Mustermandanten geringfügig verändern. Die
ausgefüllten Formulare leiten Sie an mich weiter. Wichtig ist, dass Sie die Schuladresse
als Empfangsbevollmächtigten angeben. Von Herrsching direkt erhalten Sie dann die
Steuernummern für die Mustermandanten. Nun können Sie die Musterdaten an das DATEV-RZ
übermitteln. Das Testfinanzamt Herrsching wird anschließend die Bescheide erstellen (mit
kleineren Abweichungen). Sobald Ihnen dieser Bescheid in Papierform vorliegt, wissen Sie,
dass Bescheiddaten für die Rückübertragung bereitstehen und können sich die Daten
übertragen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
D A T E V eG
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Die Staatliche Berufsschule Amberg führt seit dem Schuljahr 2000/2001 das Projekt in seinen Grundzügen fort. Auf die Einbindung des Testfinanzamtes Herrsching wird verzichtet. EDÜ kann mit Hilfe einer CD der DATEV näher erläutert werden.
2. Was bringt es Neues? (Innovationskontext)
Das Projekt eröffnet neben der Vermittlung der notwendigen Lerninhalte, die Möglichkeit eines handlungsorientierten Vorgehens, fördert die Schülereigentätigkeit und vermittelt auch Medienkompetenz durch Einübung verschiedener Präsentationsformen.
Neben der Fach- und Medienkompetenz wird auch eine Verbesserung sozialer Qualifikationen angestrebt. Insbesondere die Team- und Kooperationsfähigkeit sowie die Kommunikations- und Kritikfähigkeit können durch dieses Projekt geschult werden.

3. Wo kann man die Konzepte einsetzen ? (Verwendungskontext)
Beruf: Steuerfachangestellte
Fach: Rechnungswesen
Ziel:
Erstellung einer ESt-Erklärung am PC
4. Wo und wann sind die Konzepte entstanden ? (Entwicklungskontext)
Im Schuljahr 1998/1999 wurde in der Steuer 11 zum ersten Mal die Möglichkeit der elektronischen Übermittlung von Steuerdaten mit dem Programm der DATEV eG vorgestellt. Anhand der konkreten Steuerdaten des Lehrers übermittelte man diese dann aus dem Klassenzimmer heraus mit ISDN an die DATEV eG in Nürnberg, die wiederum den Datensatz an das "EDV-Finanzamt" bei der OFD in Nürnberg weiterleitete. Danach wurde auch noch ein Bescheidabgleich mit dem Finanzamt Amberg durchgeführt. Die DATEV eG hat dieses Projekt unterstützt und für 1999/2000 (damit nicht reale Einkommensteuerdaten des Lehrers verwendet werden müssen) ein virtuelles Finanzamt für die Ausbildung eingerichtet. Ab dem Schuljahr 2000/2001 wird das Projekt als Einkommensteuerprojekt ohne Einbindung des Testfinanzamtes fortgeführt.
5. Welche Bedingungen müssen gegeben sein ? (Bedingungskontext)
technisch:
- EDV-Raum mit Netzwerk (1 Gbit) und Breitband-Anschluss
- WIN XP/Vista
- DATEV-Programme
räumlich:
Verfügbarkeit des EDV-Raumes (Abstimmungsprobleme!)
zeitlich:
Im Rahmen des Rechnungswesen-Unterrichts ist der EDV-Einsatz mit
Standard-Software und spezieller Steuer-Software vorgesehen. An der
Staatlichen Berufsschule Amberg wird ab dem Schuljahr 1999/2000 die
Möglichkeit von DUA (Differenziertes Unterrichtsangebot) genutzt. Für
das Projekt ist ein Umfang von ca. 20 Unterrichtsstunden vorgesehen.
6. Methodische Rahmenstruktur
- Einführung in die DATEV-Programme
- Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde und Fragebogen des Finanzamtes zur Gewerbeanmeldung
- Vorgabedaten für den Steuerfall:
verheiratete Steuerpflichtige (beide Arbeitnehmer)
Kinder
Einkünfte aus Gewerbebetrieb
Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit
Einkünfte aus Kapitalvermögen
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Sonstige Einkünfte
kein AEB
Versicherungen
Steuerberatungskosten
Kirchensteuer
Unterstützung nach § 33 a Abs. 1 EStG
Ausbildungsfreibeträge
Eigenheimzulage
..... - Erfassung der Steuerdaten
- Erstellung individueller Anlagen mit EXCEL oder WORD
- Druck der Steuerdaten
- "Versand" der Formulare zur Steuererklärung
